Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938
Präambel
An der Universität Wien wurden im Jahr 1938, mit der Machtübernahme des Nationalsozialismus, über 2.700 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität entlassen und in der Folge vertrieben und/oder ermordet - Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen der Verwaltung. Des weiteren wurde über 200 Personen der akademische Grad aberkannt.
Walter Abisch
| Geb. am: | 11. August 1916 |
| Fakultät: | Medizinische Fakultät | Medizin Universität Wien |
| Kategorie: | Vertriebene Studierende |
Walter ABISCH, geb. am 11. August 1916 in Wien (heimatberechtigt in Wien, Staatsbürgerschaft: Österreich), war der Sohn von Mayer Abisch (Hutmacher) und wohnte in Wien 20, Brigittenauer Lände 36/7.
Nach der Reifeprüfung absolvierte er im Sommersemester 1936 die Ergänzungsprüfung aus Latein an der Universität Wien und begann im Wintersemester 1936/37 ein Studium der Medizin. Walter Abisch war zuletzt im Wintersemester 1937/38 an der Medizinischen Fakultät im 3. Studiensemester inskribiert (Wintersemester 1937/38 wurde ihm am 29. Januar 1938 als gültig angerechnet).
Er wurde im Nationalsozialismus aus rassistischen Gründen gezwungen das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen.
Lit.: POSCH/INGRISCH/DRESSEL 2008, 354; Archiv der Universität Wien/Nationale MED, 1936-1938.
Herbert Posch und Katharina Kniefacz
Für Fragen oder Kommentare zu dieser Person benützen Sie bitte unser: » Feedback-Formular.