Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938
Präambel
An der Universität Wien wurden im Jahr 1938, mit der Machtübernahme des Nationalsozialismus, über 2.700 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität entlassen und in der Folge vertrieben und/oder ermordet - Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen der Verwaltung. Des weiteren wurde über 200 Personen der akademische Grad aberkannt.
Edith Fuchs
| Geb. am: | 10. März 1919 |
| Fakultät: | Philosophische Fakultät |
| Kategorie: | Vertriebene Studierende |
Edith FUCHS, geb. am 10. März 1919 in Dürnkrut/Niederösterreich (heimatberechtigt in Dürnkrut, Staatsbürgerschaft: Österreich), Tochter von Isidor Fuchs (ÖBB, Oberrevident), wohnte in Wien 3, Lustgasse 3/5. Sie hatte im Sommer 1937 am Bundesgymnasium in Wien 3., Kundmanngasse 20, die Reifeprüfung (Matura) erfolgreich abgelegt und begann im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im 1. Studiensemester zu studieren. Sie belegte Vorlesungen in Klassischer Philologie und Alter Geschichte, sowie auch in Kunstgeschichte und Psychologie.
Sie wurde im Nationalsozialismus nach dem "Anschluss" aus rassistischen Gründen gezwungen, das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen.
Lit.: Archiv der Universität Wien/Nationale PHIL 1937-1938; POSCH/INGRISCH/DRESSEL 2008, 389.
Herbert Posch
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