| Geb. am: | 20. September 1918 |
| Fakultät: | Philosophische Fakultät |
| Kategorie: | Vertriebene Studierende |
Lily SIEGEL, geb. am 20. September 1918 in Wien/Österreich-Ungarn [Österreich] (heimatberechtigt: Wien; Staatsbürgerschaft 1938: Österreich), Tochter von Joachim und Amalie Siegel, wohnte in Wien 3, Seidlgasse 30, war zuletzt im Sommersemester 1938 an der Philosophischen Fakultät im 2. Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Mathematik und Geschichte.
Sie wurde im Nationalsozialismus nach dem "Anschluss" aus rassistischen Gründen gezwungen das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen.
Sie konnte aber aus Wien fliehen und emigrierte nach Zemun, Serbien wurde aber in das Lager Jasenovac/Kroatien deportiert und dort ermordet.
An sie wird an der Universität Wien hier im "Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938" (2009) erinnert und auch auf dem "Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien | Wenn Namen leuchten" (2022), im ersten Stock des Hauptgebäudes der Universität.
Lit.: Archiv der Universität Wien/Nationale PHIL 1937-1938; POSCH/INGRISCH/DRESSEL 2008, 475; www.yadvashem.org [März 2006], dort zitierte Quelle: Gedenkblatt, von Herrn Brandes im Dezember 1955 an die Shoah-Foundation übermittelt; Herbert POSCH u. Martina FUCHS, Hg., Wenn Namen leuchten. Von der Universität Wien 1938 bis 1945 vertriebene Geschichte-Studierende und -Lehrende: ein Denkmal, Wien u. Münster 2022, 153.
Herbert Posch
