| Geb. am: | 05. September 1914 |
| Fakultät: | Philosophische Fakultät |
| Kategorie: | Vertriebene Studierende |
David KATZ, geb. am 5. September 1914 in Debreczin, Ungarn/ÖSterreich-Ungarn [Debrecen/Ungarn] (heimatberechtigt in Kołomyja/Polen [Kolo -
myja|Коломия/Ukraine], Staatsbürgerschaft 1938: Polen), wohnte mit seiner Mutter Regina Katz in Wien 2, Darwingasse 21/6, war zuletzt im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im 6. Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Geschichte, Orientalistik und Philosophie.
Er wurde im Nationalsozialismus nach dem "Anschluss" aus rassistischen Gründen gezwungen, das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen.
Er musste aus Wien fliehen und konnte noch rechtzeitig nach England/Großbritannien emigrieren. Er lebte 1939 in 65 Lordship Road, Stoke Newington, London/England, gab als Beruf an: "talmudic/rabbinical student" und wurde nach Kriegsausbruch in England als "enemy alien" interniert.
Über den weiteren Lebensweg von David Katz konnte bisher wenig in Erfahrung gebracht werden.
An ihn wird an der Universität Wien hier im "Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938" (2009) erinnert und auch auf dem "Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien | Wenn Namen leuchten" (2022), im ersten Stock des Hauptgebäudes der Universität.
Lit.: Archiv der Universität Wien/Nationale PHIL 1937-1938; POSCH/INGRISCH/DRESSEL 2008, 413; Herbert POSCH u. Martina FUCHS, Hg., Wenn Namen leuchten. Von der Universität Wien 1938 bis 1945 vertriebene Geschichte-Studierende und -Lehrende: ein Denkmal, Wien u. Münster 2022, 114; www.ancestry.de.
Herbert Posch