Präambel

An der Universität Wien wurden im Jahr 1938, mit der Machtübernahme des Nationalsozialismus über 2.700 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität entlassen und in der Folge vertrieben und/oder ermordet - Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen der Verwaltung, des weiteren wurde über 200 Personen der akademische Grad aberkannt. 70 Jahre nach dem sogenannten "Anschluß" und der Pogromnacht (zynisch: "Reichskristallnacht") erinnert die Universität Wien 2008 an dieses Unrecht und  ...

Josef Sapiro

  • Geb. am: 30. Juni 1919
  • Fakultät: Philosophische Fakultät
  • Kategorie: vertriebene Studierende

Josef SAPIRO, geb. am 30. Juni 1919 in Cetatea Alba/Rumänien [Bilhorod-Dnistrowskyj/Ukraine] (heimatberechtigt in Riga/Lettland, Staatsbürgerschaft: Lettland), Sohn von Leo Sapiro (Privatangestellter in Riga), wohnte in Wien 9., Glasergasse 11/12a. Er hatte 1937 als Externist am Bundesrealgymnasium in Wien 21 die Reifeprüfung (Matura) abgelegt und hat im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im 1. Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Psychologie und Geschichte.

Er wurde im Nationalsozialismus nach dem "Anschluss" aus rassistischen Gründen gezwungen, das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen.


Lit.: Archiv der Universität Wien/Nationale PHIL 1937-1938; POSCH/INGRISCH/DRESSEL 2008, 463.


Herbert Posch


Dokumente

Nationale von Josef Sapiro, Wintersemester 1937/38 (1. Formular Vorderseite), Foto: H. Posch (c) Archiv der Universität WienNationale von Josef Sapiro, Winters...
Nationale von Josef Sapiro, Wintersemester 1937/38 (1. Formular Rückseite), Foto: H. Posch (c) Archiv der Universität WienNationale von Josef Sapiro, Winters...



zuletzt aktualisiert am 12.09.2021

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