Präambel

An der Universität Wien wurden im Jahr 1938, mit der Machtübernahme des Nationalsozialismus über 2.700 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität entlassen und in der Folge vertrieben und/oder ermordet - Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen der Verwaltung, des weiteren wurde über 200 Personen der akademische Grad aberkannt. 70 Jahre nach dem sogenannten "Anschluß" und der Pogromnacht (zynisch: "Reichskristallnacht") erinnert die Universität Wien 2008 an dieses Unrecht und  ...

Max Moses Jägermann

  • Geb. am: 25. Juni 1915
  • Fakultät: Philosophische Fakultät
  • Kategorie: vertriebene Studierende

Max Moses JÄGERMANN, geb. am 25. Juni 1915 in Zabłotów, Galizien/Österreich-Ungarn [später: Polen, heute: Sabolotiw|Заболотів/Ukraine] (heimatberechtigt in Drahasymow/Polen [Drakasymiv/Ukraine], Staatsbürgerschaft: Polen), Sohn von Karl Jägermann (Altersrentner), wohnte in Wien 20, Jägerstraße 28/8, war zuletzt im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im 4. Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Geschichte.

Er wurde im Nationalsozialismus nach dem "Anschluss" aus rassistischen Gründen gezwungen, das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen.


Lit.: Archiv der Universität Wien/Nationale PHIL 1937-1938; POSCH/INGRISCH/DRESSEL 2008, 407.


Herbert Posch


Dokumente

Nationale von Max Moses Jägermann, Wintersemester 1937/38 (1. Formular Vorderseite), Foto: H. Posch (c) Universitätsarchiv WienNationale von Max Moses Jägermann,...
Nationale von Max Moses Jägermann, Wintersemester 1937/38 (1. Formular Rückseite), Foto: H. Posch (c) Archiv der Universität WienNationale von Max Moses Jägermann,...



zuletzt aktualisiert am 06.07.2020

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