Präambel

An der Universität Wien wurden im Jahr 1938, mit der Machtübernahme des Nationalsozialismus über 2.700 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität entlassen und in der Folge vertrieben und/oder ermordet - Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen der Verwaltung, des weiteren wurde über 200 Personen der akademische Grad aberkannt. 70 Jahre nach dem sogenannten "Anschluß" und der Pogromnacht (zynisch: "Reichskristallnacht") erinnert die Universität Wien 2008 an dieses Unrecht und  ...

Felicitas Roth (Harnik)

  • Geb. am: 28. Februar 1897
  • Fakultät: Medizinische Fakultät
  • Kategorie: Doktorgradaberkennung

Felicitas ROTH (geb. HARNIK), geb. am 28. Februar 1897 in Radautz, Bukowina/Österreich-Ungarn [Radauty/Rumänien], hatte am 17. März 1922 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien den Grad eines Dr. med. erworben.

Nach dem "Anschluss" 1938 wohnte sie in Wien 9, Schubertgasse 18/4. Vermutlich konnte sie nach Italien flüchten, wurde dort aber in ein unbekanntes Lager deportiert, wo sie starb.
Am 1. April 1943 wurde ihr in Unkenntnis des Todes der Doktorgrad aus rassistischen Gründen aberkannt, da sie im Nationalsozialismus 'als Jüdin als eines akademischen Grades einer deutschen Hochschule unwürdig' galt.

Erst 12 Jahre nach der Aberkennung und lange nach dem Ende des Nationalsozialismus wurde ihr der Doktorgrad am 15. Mai 1955 posthum wieder zuerkannt, bzw. die Aberkennung für 'von Anfang an nichtig' erklärt.

Lit.: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW): Datenbank Shoah-Opfer.


Dokumente

Felicitas Harnik (später verh. Roth): Promotionsprotokoll, Medizinische Fakultät: Promotion am 17. März 1922, Nr. 1031, Foto: Katharina Kniefacz (c) Archiv der Universität WienFelicitas Harnik (später verh. Rot...



zuletzt aktualisiert am 31.03.2017

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